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| Reisebericht Albanien 2008 |
Eindrücke
von meiner Albanienreise vom 19. bis 25.04.2008
Albanien ist auf guten Weg nach Europa. Das ist die bedeutendste
Erkenntnis über das kleine Land im Südosten Europas – von der Größe des
Bundeslandes Brandenburg – mit seiner wechselvollen Geschichte.
Immerhin war Albanien über fünfzig Jahre durch
Diktator Hoxha nahezu isoliert worden.
Ungefähr 900 km wurden in den effektiv knapp sechs Tagen zurückgelegt,
was einer Tagesleistung von einhundertfünfzig Kilometern entspricht.
Nicht gerade viel, mögen Unkundige meinen, weil sie die z. T.
sehr schlechten Straßenverhältnisse nicht kennen. Jedoch
holen
die „Skipetaren“ hier auf. Ein regelrechter Bauboom hat Albanien
erfasst – Häuser und Straßen werden gebaut oder erneuert.
Leider gibt es aber ein großes Problem, was noch nicht in Angriff
genommen wurde und sich demzufolge noch verstärkt: Die unkontrollierte
Entsorgung von Müll, aber auch wiederverwertbaren Stoffen in die Natur.
Hier müsste die Europäische Union Druck auf die albanische Regierung
ausüben, wie das auch bei Italien mit dem Müll von Neapel passieren
müsste.
Doch hat das kleine Land zwischen Italien, Griechenland und den
jugoslawischen Nachfolgestaaten vieles zu bieten: Die große
Festungsanlage von Berat, die Stadt Gjirokastra mit ihrem
mittelalterlichen Stadtbild, der See „Blue Eye“ mit seinem tiefblauen
Wasser, das liebevoll gestaltete Skanderbegmuseum in Kruje und nicht
zuletzt der Nationalpark von Butrint mit seiner archäologischen
Ausgrabungsstätte.
Die Reiseleitung von E.T. hat die Reisegruppe wirklich gut betreut:
Herr Fischer als Reiseleiter und Klaid von A. H., wie auch der
Busfahrer Schaban, der Straßenverhältnisse, Engstellen und Haarnadel-
kurven routiniert meisterte.
Die Hotels in Tirana (****), Berat, Saranda, Vlora und Durres (alle
***) haben für ihre Kategorie einen ausgezeichneten Standard
vorzuweisen. Die kulinarische Betreuung ist wirklich sehr gut.
Lediglich bei dem Abendessen auf der Lekurresifestung in Saranda war
das Fleisch sehr zäh. Die albanische Küche bietet Schweine-, Rind- und
Hammelfleisch, frische Salate, verschiedenen Fisch an. Kartoffeln,
Reis, Pommes Frites und Weißbrot dienen als Beilage. Kräftige Suppen
und Pudding, wie auch Obst werden als Vor- bzw. Nachspeise geboten.
Das Softeis, was in Durres verkauft wurde ist schmackhaft. Der
albanische Wein, auch der aus dem benachbarten Kosova sind sehr zu
empfehlen. Der Schnaps „Raki“, der oft als Selbstgebrannter erhältlich
ist, hilft einen trägen Magen zur Verdauung. Deutschen Männerkehlen
dürfte auch das albanische Bier schmecken – die Marke „Tirana“ ist hier
die am meisten verbreitetste. Ansonsten gibt es bei den
nichtalkoholischen Getränken Saft, Cola, Wasser, Kaffee und
Tee.
Bei den Souvenirs und Mitbringseln sind Postkarten zur Ergänzung des
Fotoalbums sehr nützlich, weil z.B. die Bemalungen in Kirchen wegen des
schädigenden Blitzlichts nicht fotografiert werden dürfen und Mosaiken
in Butrint momentan abgedeckt sind. Postkarten kosten 30 – 60 Leke, was
etwa 25 bis 55 Cent entspricht.
Einen schöner, teilweise gehäkelter und bestickter Tischläufer für nur
15 Euro habe ich erworben. Eine Literflasche trockene kosovarischen
Weißwein war für ca. 3 Euro zu erwerben. Kopfbedeckungen aus
Schafwolle, wie sie die Schäfer tragen oder auch Fez waren auf dem
Basar von Kruje zu sehen. Schicke T-shirts mit dem albanischen
Doppelkopfadler für ca. 3-4 Euro sind ein verbreitetes Souvenir.
Moderne Folklore, die momentan in Albanien sehr angesagt ist, findet
sich auf verschiedenen CDs ebenfalls für 3-4 Euro.
Ein Hartschalenkoffer, der
nicht mehr so neu ist, empfiehlt sich nicht unbedingt für diese Reise,
weil die Kofferschlösser durch die schlechten Straßen gänzlich kaputt
gehen könnten.
Albanien mit seiner interessanten Natur und Geschichte, auch mit den
netten Menschen, ist schon eine Reise wert.
Reisen bildet und hilft Vorurteile abzubauen: Die Kriminalität in
Albanien ist längst nicht so hoch wie in Deutschland angenommen wird. Buchfart,
28.04.2008, Mario Wildner |
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durch Südalbanien 19. April bis 3. Mai 2009 |
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