Shkodra ist die
wichtigste Stadt Nordalbaniens und Hauptort der gleichnamigen Qarks und
des gleichnamigen Kreises am Shkodrasee, nahe der Grenze zu Montenegro
gelegen und ca. 80 km vom Tirana entfernt. Die Stadt hat 109.632
registrierte Einwohner (2003). Schätzungen gehen aber davon aus, dass
in Shkodra mehr als 130.000 Einwohner leben. Shkodra liegt in einer Engstelle in der weiten Ebene, die sich entlang der Küste des Adriatischen Meers und des Shkodrasees entlangzieht, zwischen dem Bergzug des Tarabosh und den Ausläufern der Albanischen Alpen. Ein kleiner Hügelzug als Fortsetzung des Tarabosh durchzieht am südlichen Stadtrand von Shkodra die Ebene und teilt diese in die Abschnitte Mbishkodra am Seeufer und Nënshkodra gegen die Adria und Lezha. Mehrere Flüsse prägen die Gegend rund um Shkodra. Die Buna entwässert den See und zieht durch einen Engpass zwischen Tarabosh und der Hügelkette zur Adria nach Süden. Von Südosten strömt der Drin heran und mündet wenig südlich des Einschnittes in die Buna. Der Kir mündet nur kurz vor dem Zusammenfluss von Drin und Buna in den Drin. Er kommt aus den Alpen, passiert den südöstlichen Stadtrand der Stadt und durchbricht den Hügelzug etwas südlich.
Auf einem Hügel steil über der Buna zwischen den Flüssen Buna und Drin liegt die Burgruine Rozafa. Ihre Ursprünge gehen auf die vorrömische Zeit der Illyrer zurück. Die Burg hat bis in die Neuzeit die Geschicke der Stadt bestimmt. Ihre Lage erlaubte, wichtige Verkehrswege auf dem Fluss und an Land sowie später die Brücken zu kontrollieren, und bot über Jahrtausende Sicherheit. Mit Ausnahme der Befestigungsmauer sind die meisten Gebäude der Burg zerstört. Bis zur Niederlage der türkischen Truppen im Jahr 1913 wurde sie noch militärisch genutzt. Am nördlichen Fusse des Burgbergs lag über Jahrhunderte auf einem schmalen Uferstreifen das Basarviertel Shkodras. Hier befindet sich auch die Buna-Brücke und eine Anlegestelle für die Buna hochkommende sowie den See querende Schiffe.
Quelle wikipedia.org